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Die geschichtliche Entwicklung der Rhön
Gräberfunde und Reste ehemaliger Befestigunsanlagen zeugen von
einer frühen Besiedlung der Rhön. Sie beginnt in der
Jungsteinzeit (um 2000 v. Chr.)
mit den Schnurkeraikern Wegen des Salzreichtums kann sich in der
Bronzezeit (1700 -800 v. Chr.) eine eigenständige Kultur
entwickeln. Die Kelten legen um 500 v. Chr. eindrucksvolle
Ringwallanlagen auf den Höhen der Berge (Kreuzberg Milseburg,
Gangolfsberg, ) an.
Sie müssen in der Zeit der Völkerwanderung (um 375 n. Chr.).
den Germanen weichen. Franken, Chatten (Hessen) und Hermundurer
(Thüringer) streiten sich nun um den Besitz der Salzquellen
(heutige Kurbäder) und um das wildreiche Jagdgebiet. Um 500 n.
Chr. entsteht in Fulda ein merowingischer Königshof mit einem
weitausgedehnten Wirtschaftsgebiet. Nach 700 n.Chr. gelangt dieses
Gebiet in die Hand der Karolinger, die dem Christentum die Tore
öffnen. Der Frankenapostel Kilian tauft schon 686 in Haselbach den
ersten Christen. Bonifatius läßt 744 in Fulda durch seinen
Schüler Sturmius ein Kloster errichten.Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert wird Gedeih und Verderb der Rhön wesentlich von Fulda bestimmt. Mit der Übergabe des "castellum Saltze" (heutiges Salz), der Kaiserburg an der Fränkischen Saale samt dem dazugehörigen Gebiet - dessen Hauptmasse der Salzforst, ein riesiges Waldareal war, das sich von Salz bis zur Fuldaischen Grenze erstreckte - am 15.Mai des Jahres 1000 durch Kaiser Otto III. an den Bischof von Würzburg, wird eine neue Entwicklung eingeleitet. Von der Henneburg ausgehend baut der babenbergische Grafengeschlecht der Henneberger 1310 ein weit läufiges Territorium auf. Würzburg kauft vielfach von den Hennebergern Besitz, um seine Territorien abzurunden. Als 1583 die Henneberger aussterben, fällt ihr Erbe an die Wettiner und damit an Thüringen. Diese Kräfte, das Kloster Fulda (mit Hersfeld), das Bistum Würzburg, sowie die Henneberger, bestimmen die historischen Geschicke der Rhön. Hinzu kommen Adelsfamilien, die kleinere Landbesitze zu schaffen vermochten, wie z.B. die Freiherren von Weyhers, die mit der Geschichte Unterweißenbrunn's eng verbunden sind. Diese Ordnung besteht bis zur Säkularisation im Jahre 1803 und führt zur heutigen Dreiteilung der Rhön. Die westlichen Gebiete gelangen über Preußen an Hessen, die südliche an Bayern, die nordöstlichen an Thüringen.
Diese Chronik wurde zusammengetragen und verfasst von Wolfgang Schön.
Vielen Dank dafür.
(c) Matthias Johannes, 2007